Freiwillige Feuerwehr Eisingen
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Wussten Sie schon...?

Unterlassene Hilfeleistung - z. B. bei Verkehrsunfällen - kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsentzug oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Infos für Eltern

„Kind drehte am Schalter … Holzhütte brannte: 3 Kinder tot… Wohnungsbrand: Kinder zündelten‘

Sehr geehrte Eltern, das waren 4 Überschriften aus verschiedenen Zeitungen. Es ist Tatsache, dass Kinder mehr Brände verursachen, als Erwachsene.
Fast 80 Prozent aller Brandursachen gehen von Kindern aus und dies, obwohl Kinder selten Brände mutwillig stiften. Es liegt oft an der fehlenden bzw. unzureichenden Erfahrung mit dem Element Feuer und vielmehr in Spielhandlungen.
Nur zu oft wurde schon aus einem harmlosen Lagerfeuer ein Waldbrand. Kinder sind einfach gesagt, nicht in der Lage, gefährliche Situationen richtig einzuschätzen oder im Brandfall umsichtig zu reagieren.

Hier kann nur eine frühzeitige und zeitgemäße Brandschutzerziehung Abhilfe schaffen. Kontrolliertes Üben ist besser als strikte Verbote,- Abschrecken oder Angst machen. Dadurch erreichen Sie, liebe Eltern, meist den gegenteiligen Effekt – denn sie kennen es ja auch noch aus ihrer Kindheit: ‚Verbotene Dinge machen am meisten Spaß!‘.
Sie wecken nicht nur die Neugier, sondern auch den Trotz der Kinder. Die logische Konsequenz des ganzen: Heimliches Zündeln – und gerade das ist die größte Gefahr.

Schärfen Sie Ihrem Kind ein, im Brandfall sofort Hilfe von Erwachsenen zu holen!! Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie Ihrem Kind schon rechtzeitig vorher durch Gespräche die Angst vor Strafe genommen haben.

Eine Aufgabe der Feuerwehr ist es, in Zusammenarbeit mit der Schule (Kindergarten … ), vorbeugend tätig zu werden. Denn Brände zu verhüten, ist besser als Brände zu löschen. Hierzu haben wir einige wichtige Ratschläge für sie zusammengestellt.

Feuer ist heiß!
Durch vorsichtiges Hinführen des Fingers zur offenen Flamme macht schon das Kleinkind die erste unangenehme Bekanntschaft mit dem Feuer. Eine ‚erste Vorsicht‘ wird dabei, wachgerufen. Diese psychologische Einstimmung zum vorsichtigen Umgang mit Feuer wird den Menschen auf seinem ganzen Lebensweg begleiten.

Feuer fasziniert!
Kinder müssen wissen, wie man ein Streichholz entflammt, wie man verhindert, dass es abbricht, brennend zu Boden fällt oder gar die eigene Hand und die Kleidung versengt. Um den kindlichen Spiel- und Nachahmungstrieb zu befriedigen, können Kinder unter Aufsicht den vorsichtigen und richtigen Umgang mit Feuer erlernen.

Geben sie ihrem Kind auch die Gelegenheit, unter ihrer Aufsicht eine Kerze anzuzünden.. Ein fachmännisch entfachtes Lagerfeuer zusammen mit dem Papa verhindert oft heimliches Zündeln! (Größere Lagerfeuer müssen bei der Gemeinde oder beim 1.Kommandanten angemeldet werden, um Fehlalarmierungen zu vermeiden)

Klären sie ihr Kind so auf, dass es der Faszination Feuer nicht heimlich nachgehen muss!

Vorbild sein?

  • Seien Sie selbst ein gutes Beispiel im Umgang mit Feuer und bei Vorsichtsmaßnahmen. Lassen sie nie Streichhölzer und Feuerzeuge achtlos herumliegen.
  • Alle Feuerspender gehören an einen kindersicheren Platz!
  • Kaufen Sie Ihre Streichhölzer und Feuerzeuge selbst ein.
  • Vertrauen Sie Kindern niemals offenen Feuer oder Licht an.
  • Lassen Sie Kinder niemals bei offenem Feuer, offenem Licht oder mit Heizstrahlern und ähnlichen Gefahrenquellen unbeaufsichtigt allein!
  • Haben Sie zu diesem Thema weitere Fragen und Wünsche oder brauchen Sie dabei unsere Hilfe, so stehen wir ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
  • Stefan Hupp, 1. Kommandant Tel. 09306/8288

Und wenn es doch mal zum Brandfall kommt halten Sie sich an unseren Leitfaden
Richtiges Verhalten im Brandfall

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