Freiwillige Feuerwehr Eisingen

Wussten Sie schon...?

Achten Sie beim Abstellen Ihres Fahrzeuges darauf, dass Sie nicht auf einem Hydrantendeckel stehen. Diese in der Straße eingelassenen Wasserentnahmestellen erkennen Sie an ihrer ovalen Form.

Lücken im vorbeugenden Brandschutz – Menschen mit Behinderung werden unzureichend oder gar nicht vorbereitet und geschult!

Ein verheerender Brand am Tag in einer Werkstatt für Menschen mit geistiger und
mehrfacher Behinderung hat es leider bewiesen: Menschen mit Behinderung gehören zu den
am meist gefährdesten Personengruppen bei einem Brandfall.
Die Ursache sieht das Deutsche Netzwerk zur Förderung der Brandschutzaufklärung bei
Menschen mit Behinderung (kurz nfbmb e.V.) insbesondere bei der fehlenden oder
unzureichenden Brandschutzerziehung der behinderten Menschen.
„Meist wird nur das pädagogische Personal geschult, was man bei einem Brandfall machen
und wie man richtig reagieren muss, um in Sicherheit zu kommen. Mit dem behinderten
Mensch wird meist gar nicht in Bezug auf den vorbeugenden Brandschutz oder das richtige
Verhalten bei einem Brandfall gearbeitet“, so der stellvertretende Vorsitzende und
Sozialpädagoge Michael Langenhorst aus Eisingen im Landkreis Würzburg, der selbst schon
über 300 behinderte Menschen in Sachen Brandschutz in speziellen Kursen geschult hat.
„Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung sind oder wären in der Lage, richtige
Verhaltensweisen bei einem Brandfall zu erlernen und dann auch anzuwenden“, ist sich der
Pädagoge sicher.
Es fehle aber an geeigneten Schulungen für die Klientel. Die meisten Einrichtungen verlassen
sich da auf ihre Mitarbeiter und die Feuerwehr bzw. darauf, dass nichts Schlimmes passiert.
Aber auch die Feuerwehren sind bei einem solchen Szenario, wie einem Brand in einem
Behindertenheim, völlig überfordert.
„Oft fehlt schon mal die Ortskenntnis, dann ist man nicht auf die eventuellen untypischen,
irrationalen Verhaltensweisen der Menschen mit Behinderung geschult und vorbereitet. Da
kann es schon vorkommen, dass die Menschen sich losreisen und wieder Richtung offenes
Feuer rennen“, so Langenhorst. Helfen würden da spezielle Kurse für Menschen mit
Behinderung, pädagogisches Personal und für die Feuerwehren. Jedoch stoße man des Öfteren
auf Desinteresse bei Einrichtungen oder Feuerwehrführungen, so der stellv. Vorsitzende.

Infos und Hilfe für Einrichtungen, Feuerwehren und Interessierte gibt es beim nfbmb e.V., der solche
Kurse anbietet: langenhorst@nfbmb.de, Tel. 09306 985346. www.nfbmb.de,

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