Freiwillige Feuerwehr Eisingen
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Wussten Sie schon...?

Viele Feuerwehren werden nachts nur über Funkmeldeempfängern alarmiert. Ein Sirenensignal entfällt.

Gemeinsame Übung mit der Rettungshundestaffel Unterfranken e.V.

Der Gruppenführer erhält die ersten Informationen vom Besitzer der Halle

Am Samstag den 14.11. übten die Eisinger Feuerwehrleute gemeinsam mit der Rettungshundestaffel Unterfranken e.V. den Ernstfall. Gleich zwei Einsatzszenarien wurden durchgeführt.

Man ahnt nichts Böses an diesem sonnigen Herbsttag. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern. Doch kurz nach 10 Uhr schrillen bei den Eisinger Feuerwehrleuten die Funkmeldeempfänger und die Sirene heult auf. „Brand in einer Lagerhalle – Mehrere Personen vermisst!“ meldet die Integrierte Leitstelle Würzburg den Floriansjüngern. Sofort machen sich 16 Kameraden auf den Weg zum Gerätehaus und besetzen die Löschfahrzeuge.

Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort sehen die Einsatzkräfte wie dichter Rauch aus der Lagerhalle quillt. Stefan

Der Angriffstrupp sucht die Halle mit der Wärmebildkamera nach den Vermissten Personen ab

Brandmaier ist heute Gruppenführer auf dem ersten Löschfahrzeug – er muss jetzt die richtigen Entscheidungen treffen und einen kühlen Kopf bewahren. Kaum steht das Fahrzeug an der Halle springt er auch schon aus dem Fahrzeug und erkundet die Lage. Der Besitzer erklärt ihm, dass es einen lauten Knall gab und plötzlich alles voller Rauch war. Er vermisse auch 4 seiner Arbeiter. Währenddessen haben sich bereits 4 Kameraden die Atemschutzgeräte angezogen, die sie vor den giftigen Rauchgasen schützen. Sofort wird eine Löschwasserversorgung aufgebaut und der erste Trupp sucht das Gebäude nach den Vermissten ab. Nach nur wenigen Minuten meldet der Angriffstrupp über das Handfunkgerät den Fund einer bewusstlosen Person, die umgehend ins Freie gebracht wird.

Mehrere Atemschutztrupps befinden sich nun in der Halle, einige sind mit der Brandbekämpfung beschäftigt, der Rest sucht die drei vermissten Personen – ergebnislos. Die Halle wird mit Hilfe eines Überdrucklüfters vom Rauch befreit, nun sind sich alle sicher – die drei Vermissten befinden sich nicht mehr in der Halle.

Ein als "Mantrailer" ausgebildeter Hund sucht nach einer vermissten Person.

Ein als „Mantrailer“ ausgebildeter Hund sucht nach einer vermissten Person.

Sie müssen vor Schock weggelaufen sein, doch keiner weiß ob sie nicht verletzt sind. Das Absuchen der näheren Umgebung ist erfolglos. Nun schlägt die Stunde der Rettungshundestaffel Unterfranken e.V. Mit Hilfe Ihrer speziell ausgebildeten Hunde machen Sie sich auf die Suche. Die Hunde schnüffeln kurz an Gegenständen, die die Vermissten getragen haben und suchen dann die Person. Begleitet durch einen Feuerwehrmann, der für die Sicherheit des Hundes und des Hundeführers beim Absuchen von Straßen bereitsteht, machen sich drei Trupps auf den Weg.  Schon nach 20 Minuten meldet der erste Suchtrupp den Fund eines Vermissten. Kurz darauf auch die anderen 2 Trupps.

Vermisste, Hundeführer und Feuerwehrleute treffen sich nun im Schulungsraum des Feuerwehrhauses um sich bei einer Gulaschsuppe zu stärken und auszutauschen.

Doch kaum ist der letzte Teller aufgegessen folgt der zweite Einsatz für die Beteiligten. Im Eisinger

Der Baumstamm wird unterbaut um ihn anschließend anzuheben und die eingeklemmte Person zu befreien

Wald gab es einen Forstunfall, der Meldende kann sich aber nicht mehr an den Weg erinnern. Umgehend machen sich die Helfer auf den Weg. An einem Rettungspunkt wartet der um Hilfe suchende bereits völlig aufgelöst. Seine Frau wurde beim Baum fällen unter einem Stamm eingeklemmt – erzählt er aufgeregt, wo genau kann er nicht sagen: „Irgendwo da in dem Wald! So helfen Sie ihr doch!“. Das Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr wird kurzerhand zur Einsatzzentrale. Der Einsatzleiter der Rettungshundestaffel macht gemeinsam mit dem 2. Kommandanten Nino Herold einen Plan, wie der Wald am besten abgesucht werden kann. Drei Suchhunde durchkämmen wenige Minuten später den Wald. Der mehrere 100 Hektar große Wald stellt für die

Ein speziell ausgebildeter Flächensuchhund bei der Arbeit. Mit seiner empfindlichen Nase versucht er die Hilfebedürftige Person zu finden.

Suchhunde keine große Herausforderung dar. Sie finden die Verletzte Person rasch. Sofort gibt der Hundeführer Meldung an die Einsatzzentrale und beginnt mit Erste Hilfe Maßnahmen.  Die Feuerwehr macht sich auf den Weg um die Person unter dem Baum zu befreien. Mit Hilfe von Hebekissen wird der Stamm angehoben und die Person kann darunter herausgezogen werden.

Nach der Übung gab es eine kurze Nachbesprechung. Der 1. Kommandant der Feuerwehr Ferdinand Schiller freute sich über die gute Zusammenarbeit. Er bedankte sich bei allen, die sich einen ganzen Samstag für diese Übung Zeit nahmen, das sei heute nicht mehr selbstverständlich. Auch für Roland Bauernschubert, Vorsitzende der Rettungshundestaffel Unterfranken e.V., war die Übung ein voller Erfolg. Roland Wagner, Berufsfeuerwehrmann a.D., der die Übung beobachtete war überrascht: „Am Anfang war ich etwas skeptisch, was die Suche mit den Hunden betrifft, aber ich wurde eines Besseren belehrt“.

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Fliesenwelt Eisingen GmbH, die nicht nur ihre Halle für die Übung zur Verfügung stellte, sondern auch für das leibliche Wohl der Einsatzkräfte sorgte!

Mehr Bilder finden Sie HIER!
Infos zur Rettungshundestaffel unter www.rhs-unterfranken.de