Freiwillige Feuerwehr Eisingen
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Wussten Sie schon...?

Wer keine Rettungsgasse bildet kann mit einem Bußgeld von mindestens 20 Euro bestraft werden

Fit für den Einsatz: Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen

Bei der Monatsübung am 14. November 2013 übten die Eisinger Floriansjünger das Retten einer Person aus einem verunfallten Fahrzeug.

Ziel der Übung war es, die verschiedenen Vorgehensmöglichkeiten zu erläutern und schrittweise den Übungsteilnehmern zu vermitteln.

Mit Hilfe des Rettungsspreizers wird die Tür aus den Schanieren gesprengt.

Übungsleiter Harald Volderauer erklärte den Teilnehmern das richtige Arbeiten anhand der Rettungstechnik „Große Seitenöffnung“, bei der B-Säule sowie Vorder -und Hintertüre der Fahrerseite entfernt werden. Dies ermöglicht eine achsengerechte und schonende Rettung des verunfallten Fahrers.

Der Ausbilder, welcher auch für die Ausbildung der Berufsfeuerwehrmänner in Würzburg zuständig ist, zeigte, dass eine schonende Rettung des Verunfallten bereits beim richtigen Unterbauen des Fahrzeugs beginnt. Auch die Patientenbetreuung stellt von Anfang des Einsatzes an eine wichtige Aufgabe dar, so Harald Volderauer, sie darf unter keinen Umständen vernachlässigt werden.

Auch die Zeit dürfen die Einsatzkräfte nicht aus den Augen verlieren. Die sogenannte „Golden Hour Of Shock“ besagt, dass ein Patient nach einem schweren Unfall innerhalb einer Stunde im Krankenhaus sein muss. Für die Rettung durch die Feuerwehr bleiben nur 20 Minuten Zeit.

Nachdem das Fahrzeug mit Stufenkeilen und Unterlegholz sicher Unterbaut wurde, schufen die

Die „Große Rettungsöffnung“. Nachdem beide Türen entfernt wurden, muss nun noch die B – Säule (Fahrzeugmitte) herausgeschnitten werden.

Kameraden eine so genannte Sofortöffnung. Diese dient dazu, schnellstmöglich an den Patienten zu gelangen. Bei der Übung wurde hierzu die hintere rechte Seitenscheibe des Fahrzeugs mit einem Federkörner zerstört, damit ein Feuerwehrmann in das Unfallfahrzeug einsteigen und den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreuen kann.

Anschließend zeigte der Übungsleiter den anwesenden Kameraden richtige Schneid -und Spreiztechniken mit den schweren Rettungsgeräten. Er erklärte wie man sich vor Gefahren wie zum Beispiel Airbags und Gurtstraffern schützen kann. Bei modernen Fahrzeugen kommen Einsatzkräfte der Feuerwehr oft an die Grenzen des Möglichen. Durch Karosserieverstärkungen ist es wichtig zu wissen, wo geschnitten werden kann und wo das Schneid -und Spreizgerät an seine Grenzen stößt. Eine Rettungskarte kann die Arbeit der Einsatzkräfte erleichtern und die Rettung beschleunigen!

Nachdem die Türen und die B-Säule an der Fahrerseite des Fahrzeugs entfernt waren kam die Schaufeltrage, eine flache Trage, welche eine wirbelsäulenschonende Rettung ermöglicht, zum Einsatz. Dazu wurde die Rückenlehne des Fahrersitz in eine liegende Position gebracht und die Trage von hinten unter den Patienten geschoben.

An der Übung nahmen insgesamt 11 Kameradinnen und Kameraden, sowie 5 Jugendfeuerwehrler (als Zuschauer und „Verletzte“) teil. Ein großes Dankeschön an die Firma Hammerbacher, die das Übungsfahrzeug und das Betriebsgelände für die Übung zur Verfügung gestellt hat!

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