Freiwillige Feuerwehr Eisingen
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Neben Deutschland haben auch Österreich, Schweiz und viele andere die Rettungsgasse verpflichtend eingeführt.

Alarmübung, Zimmerbrand – Personen in Gefahr, Eisingen, 11.05.2017

Am 11.05.2017 erfolgte gegen 19:15 Uhr eine Alarmierung zum „Zimmerbrand – mehreren Personen in Gefahr“ im Kindergarten in Eisingen.

Es handelte sich um eine realistische Alarmübung unter Leitung der Feuerwehr Eisingen.

Umgehend rückten die alarmierten Wehren aus Eisingen und Waldbrunn aus. Vor Ort erkundete der Gruppenführer die Lage und schickte umgehend zwei Trupps zur Menschenrettung in das Gebäude. Um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten, wurden große Teile des Gebäudes mittels Nebelmaschinen verraucht, sodass die eingesetzten Atemschutzgeräteträger unter „Null-Sicht“ ins Gebäude vordringen mussten. Des weiteren heulte im Hintergrund dauerhaft die Brandmeldeanlage und verschaffte ein realistisches Einsatzbild.

Bereits nach kurzer Zeit konnten die ersten vermissten Personen aufgefunden und gerettet werden. Hierbei muss insbesondere der hohe Nutzen einer Wärmebildkamera bei der Personensuche hervorgehoben werden. Die Wärmebildkamera erleichtert das Suchen und Auffinden von vermissten Personen unter schlechten Sichtbedingungen enorm und ermöglicht somit eine sehr schnelle und effiziente Rettung.

Während der laufenden Maßnahmen bauten weitere Trupps jeweils eine unabhängige Wasserversorgung zu den Löschfahrzeugen aus Eisingen und Waldbrunn auf.

Zwei Trupps standen unterdessen voll ausgerüstet als Sicherungstrupp vor dem Gebäude bereit.

Nach rund zehn Minuten ging über Funk ein „Mayday, Mayday, Mayday“ ruf ein. Einer der beiden eingesetzten Angriffstrupps setzte einen Notruf ab und meldete einen Atemschutznotfall. Ein Kamerad sei verletzt und könne sich nicht mehr eigenständig retten. Sofort wurden die Sicherungstrupps zum Einsatz gebracht, welche gemeinsam mit dem Trupppartner des verunglückten Feuerwehrmanns, die Rettung durchführten. Gleichzeitig wurde die letzte vermisste Person aufgefunden und gerettet, sowie das Gebäude belüftet.

Alles in allem war dies eine rundum gelungene Übung für alle beteiligten Feuerwehren. Insbesondere die baulichen Besonderheiten erforderten die Geschicklichkeit und die richtige Einsatztaktik. So mussten lange Laufwege im Gebäude berücksichtigt werden und die Schlauchreserve für den Innenangriff entsprechend lang ausgelegt werden.

Außerdem ist die Bebauung rund um den Kindergarten sehr eng, zum Teil ist eine Anfahrt der Feuerwehrfahrzeuge nur bis zu einer Entfernung von gut 100 Metern zum Gebäude möglich. Daher müssen auch hier entsprechend lange Schlauchstrecken bis zum Gebäude gelegt werden.

Im Anschluss an die Übung fanden sich die Feuerwehren zur Nachbesprechung, sowie zum gemütlichen Teil im Feuerwehrhaus in Eisingen ein. Alle beteiligten schlossen mit einem rundum positiven Fazit ab. Abschließend bleibt daher nur zu sagen, dass eine solche Ortsübergreifende Übung auf jeden Fall wiederholt werden soll, da hierdurch die Abläufe und die reibungslose Zusammenarbeit stets verbessert werden.

Wir bedanken uns bei den Kameraden der Feuerwehr Eisingen für die Durchführung der Alarmübung und für die anschließende Einladung im Feuerwehrhaus!

 

Quelle: Feuerwehr Waldbrunn